Ich bin Deserter – Antihero

Kurzinhalt
Cross Corp, das Technologie-Unternehmen der Zukunft, steht für Innovation und Fortschritt. Schnell wurde Victor Cross zum gefeierten Wohltäter, indem er Krankenhäuser und Schulen auf der ganzen Welt errichten ließ. Doch in den Laboren experimentiert die Firma heimlich an einem tödlichen Virus, den Cross an den meistbietenden verkaufen will. Eine biologische Waffe, welche die Menschheit auszulöschen droht. Ich bin Deserter und ich jage Cross, weil er auch meine Welt zerstörte. Aber ich komme nicht allein. Kristin Vale, eine wagemutige Polizistin des NYPD, kämpft an meiner Seite.

Genre: Urban-Fantasy
Comic-Version von Krayac

Ich bin nicht aus dieser Zeit. Nicht von dieser Welt.
Dort wo ich her komme, nennen sie mich Deserter – den Verräter. Einst war ich der Prinz eines wohlhabenden Königreichs der Menschen. Doch ein großer Krieg zerstörte mein Erbe.
Eines Tages betrat ein Warlord Namens Victor Cross unsere Stadt. Er erschien durch ein geheimnisvolles Portal, wie aus dem Nichts.
Mein Vater – der König – sah in seinem Kommen das Zeichen für die Ankunft eines höheren Wesens, denn der Ankömmling zeigte sich rein von Makel und gewann die Herzen der Bewohner mit Anmut und Großzügigkeit.
Meiner Familie und mir machte er außergewöhnliche Geschenke: Schattenklingen, durch die ihr Träger ungesehen durch die Dunkelheit wandeln und die Seelen unserer Feinde auf ewig in die Schattenebene verbannen konnte. Er sagte, es wären die Waffen der Götter und nur wir wären auserwählt diese zu tragen.
Blind vor Habgier griffen wir zu. Aber als ich die Dolche in den Händen hielt, überkamen mich erste Zweifel. Etwas stimmte nicht.

Victor Cross blieb sehr lange unser Gast, residierte mit allen Vorzügen eines Königs und Freiheiten eines Gottes. Und mit jedem Tag, der verstrich, verstärkte sich auch der eigenartige Traum meines Vaters unser Reich zu vergrößern.
Zusammen mit Cross brach er eines Tages jede Handelsbeziehung zu den anderen Völkern ab, die wir im Laufe unserer Dynastie aufgebaut hatten.
Cross säte Zwietracht und Lügen zwischen unseren einstigen Verbündeten und hetzte sie mit jeder Silbe, die er sprach, gegeneinander auf.
Und dann war es zu spät. Das Elend überschwemmte uns wie eine Rattenplage. Als Victor Cross sein wahres Gesicht zeigte, erschien kein Wohltäter – schon gar kein Gott. In seinem Wahn hörte ich, wie er alle Welten für seinen Hunger nach Reichtümern in den Krieg treiben will.
Ich erzählte Vater alles. Doch in den Augen des Königs brannten bereits die unnachgiebigen Flammen des Krieges.
Cross öffnete bald weitere Portale und ließ scharenweise Kisten voller sagenhafter Waffen herbeibringen.
Zu meinem Entsetzen nahm Vater die Waffen, die der Warlord ihm anbot. Und dafür ließ sich Cross mit all den Schätzen bezahlen, die für das Überleben unseres Volkes gedacht waren.
Ich versuchte erneut, ihn zur Vernunft zu bringen, doch nur Cross reagierte auf meinen Protest, indem er mich aus dem Palast verbannte und als Deserteur öffentlich brandmarkte.
Als der Krieg schließlich an seinem Höhepunkt tobte, fehlte von dem Warlord jede Spur. Ich fand ihn, wie er mit eigenartigen Geräten erneut ein Portal beschwor, welches zu einer anderen Welt führte – einem blauen Planeten.
Aber nicht nur er betrat das Portal.
Victor Cross wird für seine Taten büßen! Ich werde seine Seele für alle Ewigkeit in die Schatten einkerkern. Ja … er wird bezahlen – mit seinem Leben!

Ich bin Deserter … und Eure Welt wird die Nächste sein!